Die Anforderungen: Gute 4 Stunden mit Rastpausen sollten Sie für die 12 Kilometer lange Streckeeinplanen. Eine leichte Tour, die auch für Familien mit Kindern ab 12 Jahren geeignet ist. Denken Sie bitte auch wie bei allen Wandertouren auf La Gomera an festes Schuhwerk, eine Kopfbedeckung gegen die Sonne und ganz wichtig: Trinken, trinken, trinken beim Wandern!
Im Ausflugslokal Chorros de Epina können Sie sich vor der Tour noch einmal stärken. Allerdings ist es dort meist mit Ausflüglern überfüllt. Daher empfehlen wir, eine Brotzeit einzupacken.
Der Start: Ausgangspunkt ist das Restaurant Chorros de Epina. Es befindet sich an der Strasse von Valle Gran Rey nach Vallehermoso, ca. 5 km hinter der Abzweigung nach San Sebasti?n. Die Quellen Chorros de Epina befinden sich in unmittelbarer Nähe des Lokals. Unter den Einheimischen gelten sie als Wunderquellen: Trinkt man das Wasser, das aus den insgesamt 7 Rohren fliesst, ist einem ewiges Liebesglück gewiss. Aber Vorsicht: Männer dürfen von links aus gesehen nur aus den ungeraden, Frauen nur aus den geraden Rohren trinken. Und aus dem 7. Rohr trinkt nur die Hexe. Sie soll der Legende nach ganz in der Nähe von den Chorros de Epina leben. Abgesehen von seinen Wunderfähigkeiten schmeckt das Wasser auch noch ausgezeichnet. Also füllen Sie sich ruhig etwas davon in Flaschen ab.
Der Wegverlauf: Von den Chorros de Epina aus geht es in Richtung Alojera, bis rechts ein Weg nach Tazo und Arguamul abzweigt. Nach gut einer Stunde mögen Ihnen vielleicht schon die Füsse dampfen. Aber der Blick auf die Nordwest-Küste La Gomeras und die Felsen von Arguamul entschädigen Sie sicherlich dafür. Nach einer weiteren halben Stunde erreicht man die kleine Kapelle Santa Klara. Hinter ihr lädt ein kleiner schattiger Rastplatz zum Verschnaufen. Auch hier gibt es Trinkwasser, allerdings schmeckt es wegen seines moorigen Geschmacks etwas gewöhnungsbedürftig. Von der Kapelle führt ein schmaler Wanderpfad ins Tal von Vallehermoso hinunter. Diese Etappe nimmt noch einmal ca. 1 œ Stunden in Anspruch
Das Ziel: In Vallehermoso angekommen, werden Sie zwar Ihre Füsse spüren, aber Sie werden von der Strecke begeistert sein. Vallehermoso das heisst übersetzt das schöne Tal: Eine weitläufige Oase am Zusammenfluss mehrerer Barrancos, eingerahmt von hohen Felswänden. Im Osten erhebt sich der Roque Cano, ein 650 m hoher Monolith. Wie ein verwitterter Greis thront er über dem Tal.
Die Umgebung: Auf dieser Wanderung können Sie die einzigartige Vegetation La Gomeras bewundern kanarische Stechpalmen, Wegerichgewächse, Opunzien und Natternkopfgewächse, um nur einige zu nennen. Der Tiroler Ernst Jager lebt seit einigen Jahren auf der Insel und macht mehrere Wandertouren in der Woche. Er sagt, die vielen verschiedenen Pflanzenarten konnten sich nur deshalb entwickeln, weil La Gomera seit rund 5 Millionen Jahren vulkanisch tot ist.
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