Als sich Christopher Columbus vor rund 500 Jahren auf den Seeweg in die Neue Welt machte, war La Gomera seine letzte Station vor der Überquerung des Atlantiks. Und darauf sind die Gomeros auch mächtig stolz. Erst Recht, weil der berühmte Gast gar nicht mehr abreisen wollte.
Columbus kam am 12. August 1492 im Hafen von La Gomeras Hauptstadt San Sebastian an, um seinen Vorrat an Wasser, Nahrungsmitteln und Holz ein letztes Mal aufzufrischen und um seine Schiffe überholen zu lassen.
Dort begegnete er, so erzählen die Gomeros, der schönen Inselherrin Beatrice de Bobadilla und aus den geplanten drei Rasttagen wurden 36 Tage.
Und eine weitere Tatsache erfüllt die Gomeros mit Stolz: Columbus schöpfte seine Süsswasservorräte aus dem kleinen Brunnen im Innenhof des Zollhauses an der Plaza de la Constitucion in San Sebastian und taufte damit Wochen später Amerika. Heute erinnert an dem Brunnen ein Schild mit der Aufschrift: "Mit diesem Wasser wurde Amerika getauft...". Auch das Haus, in dem Columbus damals wohnte, trägt eine Tafel, die auf den ehemaligen Gast hinweist. Es befindet sich in der gleichen Strasse wie das alte Zollhaus und ist das Ziel vieler Touristen, die nach San Sebastian kommen.
Wie stolz die Gomeros auf ihren Teil an der Entdeckung Amerikas sind, zeigt das Wappen der Hauptstadt San Sebastian. Darin steht: "Von hier aus brach Kolumbus auf" und die Stadtväter und Tourismusexperten schmücken die Insel nur all zu gern mit dem Beinamen "Isla Columbina".
Columbus kehrte sogar noch zwei Mal nach Gomera zurück, doch die schöne Beatrice war bereits verheiratet und so sah die kleine Insel den Mann, der die neue Welt entdeckte, nie wieder.
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